Meine lieben Leser,

ich versuche mich nun mal dem “Sharing” von Wissen. Gleichzeitig weiß ich, dass der eine oder andere Jäger und Sammler auf der Pirsch ist. Egal, allen soll es gut und wenn aus dem Ganzen noch ein spannender Dialog oder sogar fruchtbarer Diskurs entsteht, dann hat es sich für alle gelohnt.

Ich schreibe diese Serie aus einem einfachen Grund: Im Lauf des Jahre plane ich ein Buchprojekt (e-Paper) und werde unter anderem dieses Thema darin auch verarbeiten. Wie jeder Blogger oder Post-ler weiß, Schreiben ist nicht jederzeit möglich bzw. steht nicht immer die gewünschte Zeit “am Stück” zur Verfügung. Deshalb beginne ich dieses Buch-Thema als Blog und fasse dieses später in einem “lebenden” (laufend aktualisierten) e-Dokument zusammen.

So alle 2-3 Tage stelle ich ein einzelnes Kriterium oder ein kleine Gruppe zusammenhängender Kriterien vor und kommentiere diese ein wenig.

Warum Softwareauswahl-Kriterien?

Nun, wer sich mal eine Software angeschafft hat oder bei einer Einführung mitbekommen hat, was da alles schief laufen kann, der weiß inzwischen, auf was man achten kann. Nur leider wird bei Anschaffungen von schnell mal einer halben Million Euro (Erstinvestition bzw. Erstinstallation sowie 5 Jahre Folgekosten) weniger Akribie in die Beurteilung und den Vergleich gesteckt als bei der Anschaffung von Büromaterial.

Preisunterschiede von bis zu 200.000 Euro haben wir mehrfach darstellen können und dabei noch die passendere Software-Lösung für den Kunden aufgezeigt.

Und wenn man dann feststellt, dass es eine falsche Entscheidung war, sind die “Scheidungskosten“ meist von enormer Höhe bzw. die Konsequenzen von enormer Tragweite. Die nächste Software wird, egal wie gut, von den Mitarbeitern erst einmal sehr skeptisch betrachtet. Der gewünschte Nutzen tritt bei einer besseren Lösung erst nach langer Überzeugungsarbeit und intensiver Change Management-Moderation ein. Diese zusätzlichen Kosten sollte man sich locker ersparen.

Es ist nicht ganz einfach alles vergleichbar zu bekommen. Dafür haben wir in den letzten 3 Jahren eine Bewertungsgrundlage basierend auf aktuell ca. 150 Musterauswahlkriterien entwickelt. Parallel dazu befüllen bzw. modifizieren wir unser selbst entwickeltes Musterlastenheft (mit aktuell ca. 25 Seiten) speziell für den Kunden.

Nach einer mehr oder weniger ausführlichen Strategie-Diskussion, einer intensiven Analysephase (Prozesse, aktuelle IT-Landschaft, Adress- und Datenqualität etc.), einer anschließenden Vorauswahl-, Auswahl- bzw. Beurteilungsphase geben alle Kandidaten eine vergleichbare 5-Jahres-Investitionssumme ab. So bekommen unsere Kunden ein sehr genaues Bild der Kosten. Und durch unsere Beratung auch ein sehr klares Bild von Chancen und Risiken. (der Ablauf im Detail kann hier noch einmal angesehen werden)

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, …